Aktuelles

Herzliche Gratulation dem neuen Kirchenvorstand!

Als Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern (in alphabetischer Reihenfolge) wurden am Sonntag, den 21. Oktober 2018, gewählt bzw. berufen:

Berghoff, Harald; Dr. Bezzel, Adelheid; Blümm, Elisabeth; Freudenberg, Sabine; Haselhuhn, Tristan; Dr. Friderike Hofmeister; Preß, Petra; Prof. Dr. Saßmannshausen, Sean Patrick; Stork, Elisabeth; Wannack, Johanna.

Diese ehrenamtlichen Mitglieder des Kirchenvorstands bilden zusammen mit den Pfarrern und der Pfarrerin der Gemeinde den neuen Kirchenvorstand.
Allen, die kandidiert haben, danken wir herzlich für Ihre Bereitschaft zur Kandidatur!  Sie damit ein sichtbares Zeichen für unsere Gemeinde gesetzt.

Theologie am Puls der Zeit

Seit einigen Jahren besteht die Vortragsreihe in der Neupfarrkirche, in der zeitgemäße Philosophen und Theologen zu Wort kommen. Der Glaube an Gott ist heute mehr denn je von überkommenen Denkmustern bestimmt. In der diesjährigen Vortragsreihe wird Dr. Wolfgang Baum von der Fakultät für Katholische Theologie an der Universität Regensburg Stellung zu aktuellen theologischen Fragen nehmen. Die Veranstaltungen dauern ca. 45 Minuten und werden vom Gitarristen Andreas Dombert musikalisch umrahmt. Außerdem wird die Neupfarrkirche von Robert Greis in stimmungsvolles Licht getaucht. Eine kleine - aber feine - Reihe, in der man sich gerne Zeit zum Nachdenken nimmt.
08.11.2018, Schöpfung - ist der Urknall mit einem Glauben an Gott vereinbar?
22.11.2018, Evolution - ist die Evolution mit einem Glauben an Gott vereinbar?
29.11.2018, Theodizee - ist das Leid der Welt mit einem Glauben an Gott vereinbar?
Foto:privat

Laue Nächte - Reiche Ernte

Müll-Installation auf der Balustrade

Massenweise Zigarettenkippen, Kronkorken, Weinflaschen, Bierflaschen, Glasscherben, Salatschälchen, Kaffeebecher - malerisch verteilt auf einer Plane am Boden, darüber baumeln an einer Wäscheleinde Pizzaschachteln, Bananenschalen, Getränkekartons und eine Putzmittelflasche: Sammelgut nach zwei sonnigen Tagen und lauen Nächten auf der Balustrade der Neupfarrkirche. Präsentiert am Samstagmittag, 13.10., als  „Müll-Installation“ auf der Balustrade vor dem Eingang zur Kirche. Mitten in der Stadt gelegen ist die Kirche mit ihrer attraktiven Balustrade und den breiten vier Treppen ein beliebter Ort für Stadtbummler, ideal für die kleine Rast mittags, zum Sonnen und Plaudern, in lauen Nächten ein kultiger Treffpunkt für Trinkgelage. Die sichtbaren Folgen waren in der Installation zu besichtigen. So sehr die Gemeinde sich freut, dass die Balustrade um ihre City-Kirche derart anziehend wirkt und belebt ist, so ratlos steht sie den Müllmengen gegenüber. An sonnigen Wochenenden dauert es morgens bis zu zwei Stunden, Treppen und Balustrade zu reinigen, aber auch an Werktagen müssen stets Flaschen, Becher und Pappen eingesammelt, Kippen und Kronkorken gefegt werden. Ein Aufwand, der kaum bis gar nicht mehr zu bewältigen ist. Zugleich sieht sich die Gemeinde in der Verantwortung, Treppen und Balustrade sauber zu halten; denn , regelmäßig kommen Stadtführungen in die historisch bedeutsame Kirche, zahlreiche Touristen besichtigen sie täglich und zudem wird dort eine Welterbe - Ausstellung zum Neubau der Synagoge gezeigtt. Mit der „Müll-Installation“ wollte die Gemeinde auf ihr Dilemma aufmerksam machen.

Fotos: Eckhard Herrmann

„Papierschöpfen wie Pfarrer Schäffer – ein besonderer 10+ - Vormittag

13 Konfirmandinnen und Konfirmanden machten sich am 6.10. auf, um im Historischen Museum unter fachlicher Anleitung einer Cultheca-Mitarbeiterin aus Altpapiermatsche und Wasser eigenes Papier zu schöpfen und wunderbare Blüten- und Federdesigns zu zaubern.

Regensburg um 1720 – eine andere Zeit! Kleiner, dunkler, dreckiger und mühseliger; wir überlegten uns, wie Kindheit zu dieser Zeit ausgesehen haben mag.

Wir probierten das Schreiben auf Wachstafeln, wir hörten vom Schäffer`schen Erfinder- und Naturforschergeist und konnten es dann selbst ausprobieren! Zum Abschluss wandelten wir noch weiter zurück in unserer Gemeindegeschichte und betrachteten mit Pfr. Koschnitzke das Neupfarrkirchen-Modell von Hans Hieber und ließen uns den Bilderreigen auf dem Ostendorfer Altar erklären.“
Text und Fotos: Adelheid Bezzel

Erntedank-Gottesdienst


Fotos: Petra Preß
Ein großes Brot auf dem Altar - welche Geschichte kann es erzählen? Und was wissen wir von Ähren, Mehl, dem Zierkürbis und, ja, der Kartoffel? Die Knollen schmecken lecker, aber nur, wenn sie gekocht, gebraten, gegrillt oder als Kartoffelbrei auf den Tisch kommen. da waren sich die Kinder  im Gottesdienst einig. Und der Zierkürbis? Essen können wir ihn nicht - aber schön ist er und schmückt im Herbst die Wohnung. Diakon Hans Köhler und Vikarin Jasmin Gerhäußer hatten noch viele andere Geschichten parat, warum wir jedes Jahr einen Erntedank - Gottesdienst feiern.

 

Spiel, Spaß, Singen:Unser Kinderchor trifft sich wieder nach der Sommerpause:
Singen und Spielen, jeden Donnerstag von 16 - 17 Uhr
Gemeindesaal Pfarrergasse 5Schaut einfach mal vorbei,
Anmeldung ist nicht nötig.Mehr Infos bei Diakon Hans Köhler (Tel.: 58 65 028)

15.09.2018 Putztag in der Neupfarrkirche— ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer:
Linus Mack, Petra Preß, Katrin Albers, Peter Themessl, Svenja Blume, Sandra Ferner, Kathrin Bauknecht, Adelheid Bezzel, Marcus Janura, Josephine Bezzel, Florentin Bezzel, Christine und Ralf Schindler, Friderike Hofmeister, Martin Opitz mit Lukas und Albertine, Bettina und Victor v. Arnim, Tanja Müller, Angelika Weiß, Nicolas Strauch, Marlene Zigldrum und einen besonderen Dank an Diakon Hans Köhler, Friderike Hofmeister und Sabine Freudenberg für die gute Vorbereitung und Verpflegung!  
Viele fleißige Hände und daher ein schnelles Ende! Mit viel Schwung und Elan wurden Abendmahlskelche poliert


Teppiche geschrubbt,


der Schaukasten gereinigt,


Leder geölt


und der Sockel um die Kirche von allerlei Unrat schweißtreibend befreit.

Sogar die Heizungsschächte wurden bestiegen und gesaugt und dabei manch geheimnisvoller unterirdischer Gang erforscht.

Es hat großen Spaß gemacht - bis zum nächsten Putztag im Frühjahr 2019!
Text und Fotos: A. Bezzel 

Tag des offenen Denkmals in der Neupfarrkirche

Üblicherweise gibt's nicht zu sehen, was die Gemeinde auf dem Altar aus ihrer Schatzkammer präsentierte:Abendmahlkelche und edle Abendmahlkannen aus mehreren Jahrhunderten, ganz besonders: Eine lederne Verpackungsbox, in der eine große silberne Kanne sicher aufgehoben werden konnte. Eigentlich ein einfaches Stück, aber gerade die sind - scheinbar - wertlos weggeben worden und deshalb heute rar. Herausragend auch das Kelchtuch, eine edle Seidenstickerei aus dem 17. Jahrhundert:

Gestaunt haben die Besucherinnen und Besucher auch über die prachtvollen, farbenfohen Paramente - oft Stoffe aus dem Haushalt reicher Familien, die z.B. zu Altarbehängen oder Abdeckungen für den Taufstein umgearbeiet und dann der Kirche gestiftet wurden. Der Stoff dieses leuchtend gelben Altarbehangs zierte ursprünglich ein Ornat der Regensburger Familie Stubenberg und wurde im Oktober 1722 der Neupfarrkirche gestiftet.

Fotos: Petra Preß

Abschied von der Kreuzkirche

Ein jegliches hat seine Zeit: Diese Feststellung aus dem Alten Testament zog sich als roter Faden durch die Predigt, die Pfarrer Thomas Koschnitzke beim Abschiedsgottesdienst von der Kreuzkirche hielt. Als sie vor 55 Jahren eingeweiht wurde, wuchs die Bevölkerung im Regensburger Stadtosten. Die evangelisch-lutherische Kreuzkirche wurde zur Heimat für viele Flüchtlinge, Vertriebene und Spätaus-siedler. „Kirchenaustritt“ war damals ein Fremd-wort. Ganz anders heute. Immer weniger Menschen fühlen sich an die Kirchen gebunden, die Gemeinden müssen ihre Kräfte bündeln. Auch die Gemeinde der Neupfarrkirche, zu der die Kreuzkirche gehört. Das Geld ist knapp, die Zahl der Ehrenamtlichen überschaubar. Deshalb habe sich der Kirchenvorstand nach jahrelanger Diskussion schließlich dazu durchgerungen, Abschied von der Kreuzkirche zu nehmen. Pfarrer Koschnitzke ging auch auf die Kritik an diesem Schritt ein. So seien manche traurig und verletzt, andere auch verbittert und wütend,  „aus einer Kirche zuzurückzuziehen, das tue man nicht, gerade dann nicht, wenn in der Nähe eine Moschee gebaut wird“. Doch viele haben auch die Notwendigkeit dieser Entscheidung erkannt. Und: Die Kreuzkirche bleibt Kirche - weiter werden dort Schulgottesdienste, die Gottesdienste der Siebenbürger Sachsen sowie die Christ-vesper gefeiert. Und die Altkatholische Gemeinde fühle sich nun hier zuhause. Wenn sich die evangelisch-lutherische Gemeinde aus der Kreuzkirche zurückziehe, werde nicht entwertet, was hier gewesen ist, sagte Pfarrer Koschnitzke. Die Türen der Kreuzkirche bleiben offen, versicherte auch Dekan Eckhard Herrmann und zitierte aus der Stellungnahme seines Vorgängers, Dekan Gottfried Schönauer: Er fühle mit denen, die lange mit der Kreuzkirche verbunden waren. Aber wir sollten alle akzeptieren, dass die Zeiten sich geänder haben. Beim anschließenden Empfang tauschte die Gemeinde Erinnerungen aus - Bedauern und Verständnis auch bei diesem wehmütigen Zusammensein.
 

Fernsehgottesdienst in der Neupfarrkirche

Am Sonntag, 8. Juli 2018: Um 10 Uhr läuteten die Kirchenglocken zum Gottesdienst - eine ungewohnte Zeit für die Neupfarrkirche! Der Grund: Der Gottesdienst wurde live im Fernsehen des Bayerischen Rundfunks übertragen. Dekan Eckhard Herrmann und Studierendenpfarrerin Dr. Gabriele Kainz hatten als Thema gewählt: "Der Glaube ist nicht jedermanns Sache". Studierende der Schauspielschule Regensburg trugen dazu Texte dreier Schriftsteller vor. Der Raselius Chor sang unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Roman Emilius. Das Interesse am Gottesdienst ist auch im nachhinein riesig. Wer mag, kann ihn sich auf der Mediathek des BR noch einmal ansehen: https://www.br.de/themen/religion/gottesdienst-regensburg-100.html
Das Manuskript des Gottesdienstes finden Sie demnächst auf unserer Homepag
Auf dem Neupfarrplatz bestimmten die Ü-Wagen des BR am Sonntag (8. Juli) das Straßenbild (Foto E. Herrmann):

Und das war der Gemeinde-Ausflug: Eine sonnige Kanufahrt auf dem Regen!
Am 16. Juni versammelte sich eine große Gruppe (15 Erwachsene und 22 Kinder und Jugendliche), um zu einer Kanutour auf dem Regen zu starten.

Am 16. Juni Hermann Hilber hat mit Hilfe von Diakon Hans Köhler unseren Gemeindeausflug bestens organisiert, so dass eine fröhliche Schar die Boote enterte, um den Regen von Nittenau bis Rampsbau herunter zu paddeln.

                                                                      

Drei Mannschaften hatten besonders großen Spaß: drei junge Mädels wurden von Hans durch das Gewässer geschippert („schau mal da ein Fisch, nein da, das Flussgras, ein Angler, ein Vogel – ein Adler? – oh was für ein Abenteuer!!“), während das „Damenschiff“ leichte Lenkschwierigkeiten hatte und mit großem Gelächter den angrenzenden Uferböschungen Besuche abstattete; das „Bubenschiff“ verwandelte das Kanu in eine Sprungplattform: auf, im und neben dem Kanu hatten die vier eine wahnsinnige Gaudi und kamen mit lautem Hallo etwas verspätet am Badeplatz in Ramspau an. Dort erwartete uns schon Herman, der ein sagenhaftes Buffet mit Grill und kühlen Getränken zauberte. Während so mancher noch immer nicht genug vom Wasser hatte, genossen andere ein kurzes Nickerchen und v.a. das schwungvolle Singen mit Hans und seiner Gitarre!

Ein gelungener Ausflug! Vielen Dank an die Organisatoren Hans und Hermann, die finanzielle Unterstützung durch den KV und – bis zum nächsten Mal!
Fotos: Hermann Hilber, Text: Adelheid Bezzel

Konfirmation in der Neupfarrkirche

copyright:Fotostudio Daniel
„Vertraut den neuen Wegen..“ mit diesem Kirchenlied begleitete eine große Festgemeinde in der Neupfarrkirche die neun jungen Leute, die am Sonntag von Pfarrer Thomas Koschnitzke und Vikarin Jasmin Gerhäußer konfirmiert wurden. Ein gutes halbes Jahr hatten sie sich auf diesen großen Tag vorbereitet: Zusammen mit den Teamerinnen - ehemaligen Konfirmandinnen -  haben sie sich im Konfi-Kurs mit Glaubensfragen beschäftigt, haben diskutiert, was Christsein im Alltag bedeutet und haben Aufgaben im Gottesdienst übernommen. Nun haben sie ein bewusstes Ja zu Glauben und Gemeinde gesprochen, haben bestätigt - konfirmiert -, was bei der Taufe Eltern und Paten für sie versicherten. Nun können sie in der Gemeinde Verantwortung übernehmen, zum Beispiel bei den Kirchenvorstandswahlen im Oktober ihre Stimme abgeben, sie können in Gemeindeversammlungen mitentscheiden und als Patinnen und Paten Kinder mit dem christlichen Glauben vertraut machen. Für Emma Dornberger, Lara Engelhardt, Maxim Golubew, Helena Hipp, Lisa Orthuber, Florina Rall, Tara Seifarth, Anastasia Weber, Clemens Wittmann hieß es aber m Sonntagnachmittag erst einmal feiern, mit der Familie und vielen Gästen, die die Neupfarrkirche bis auf den letzten Platz füllten.

Frühjahrsputz 2018 im Gewölbe unserer Kirche:
Wir haben eine kleine Ausstellung vorbereitet - und sind weit gekommen.

Fotos: Robert Greis

Die bronzenen Lampen aus dem 19. Jahrhundert wurden geputzt und poliert - und dann befestigte Hans Köhler sie an den Deckenbalken

Fotos: Petra Preß
Die ehemaligen Emporenstützen werden mit Öl eingestrichen:


Früher hatte jede und jeder in der Kirche seinen festen Sitzplatz - mit Namensschild (Foto: Robert Greis).

Diese Emailschilder haben wir gereinigt. Es sind sehr, sehr viele, die in einer Kiste aufbewahrt werden. Einige haben wir an einer Sperrholzwand befestigt. 
Unsere Ausstellung wird weiter ausgebaut - aber schon jetzt kann sie besichtigt werden. Die Gegenstände vermitteln eine Vorstellung, wie die Kirche früher einmal eingerichtet war. Und Geschichten dazu gibt es auch zu erzählen. Reguläre Führungen bieten wir am Tag des offenen Denkmals an (9. September), aber auch sonst sind wir gern bereit, nach dem Gottesdienst zum Beispiel hoch ins Gewölbe zu gehen. Nachfragen direkt in der Kirche oder im Pfarramt.

Jasmin Gerhäußer - die neue Vikarin der Gemeinde

Foto:   Preß 
Am 1. März hat Jasmin Gerhäußer ihr Vikariat in unserer Gemeinde begonnen. Sie hat Theologie in München und in China studiert und Gemeindepraktika in München und Malaysia gemacht. Im Gottesdienst am 11. März wurde sie von Pfarrer Thomas Koschnitzke in ihr Amt eingeführt.  

Weltgebetstag der Frauen 2018:
"Gottes Schöpfung ist sehr gut": Die Christinnen in Surinam rufen auf zur Bewahrung der Schöpfung. Die Regensburger Innenstadtgemeinden feierten gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst im Alumneum.

 
Foto: Petra Preß 
Schwungvoll begleitet von unserer Weltgebetstags-Combo feierten wir am 2. März zusammen mit der Dreieinigkeitskirche und allen katholischen Innenstadt-Pfarreien den Weltgebetstag. Mehr als 80 Frauen, Männer und Kinder waren in den großen Melanchthon Saal im Alumneum gekommen. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Schöpfungsgeschichte, die die Christinnen in Surinam ausgewählt hatten, um auf die verheerenden Umweltzerstörungen im Regenwald ihres Landes aufmerksam zu machen. Bewahrung der Schöpfung und Verpflichtung auf einen energischen Umweltschutz waren ihre zentralen Anliegen in der Gebetsordnung. Nach dem Gottesdienst gab's ein langes Buffet mit landestypischen Speisen aus Surinam: Kichererbsen mit Knoblauch, Zwiebeln und Chili, einen bunten Reissalat, Erdnuss-Suppe, Kartoffelsalat mit roter Beete und einen Kokoskuchen. Dazu verschiedene Ingwer-Getränke: Ingwerbier, Ingwertee, einen Ingwersirup, der mit Sprudel aufgefüllt wurde. Die Kollekte des Weltgebetstags ist stets für die weltweiten Projekte vorgesehen, in Surinam werden vor allem Initiativen unterstützt, die sich um junge Mädchen und Frauen kümmern. Stolze 539,90 Euro sind dafür bei unserem Gottesdienst zusammengekommen. Herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern!

"Hört einmal auf zu plaudern und merkt auf die Predigt" - Evangelisch in Regensburg 1517 bis heute
Unter diesem Titel liegen die Vorträge von Dr. Christine Gotfriedsen jetzt gedruckt vor. Die Leiterin des evangelischen Kirchenarchivs schilderte im Rahmen des Reformationsgedenkens 2017 die Regensburger Kirchengeschichte von der Reformation bis heute anhand von Dokumenten und Briefen aus fünf Jahrhunderten:
Es dauerte gut 20 Jahre, bis sich die Freie Reichsstadt Regensburg offiziell der Reformation anschloss. Als am 15. Oktober 1542 die Reformation in Regensburg eingeführt wurde, änderte sich auch die Kirchenhierarchie in der Stadt. Die ehemalige Wallfahrtskapelle zur Schönen Maria wurde zur ersten evangelischen Kirche der Stadt und erhielt als neue Pfarre den Namen Neupfarrkirche. Die Geschichte des evangelischen Regensburg ist auch eine Geschichte der Neupfarrkirche, an der viele herausragende Theologen wirkten. Nikolaus Gallus, Salomon Lenz, Jacob Christian Schäffer, um nur einige zu nennen. Leicht war das Zusammenleben mit den Gesandten aus aller Herren Länder nicht immer für die evangelische Gemeinde - so plauderten die hohen Herren oft während des Gottesdienstes miteinander - einer Magd riss am 4. Advent 1731 der Geduldsfaden: "Hört einmal auf zu plaudern und merkt auf das Evangelium" rief sie ihnen zu. Die Anwesenden erstarrten und erwarteten ein Strafgericht für die Magd - doch dieses blieb aus und die Gesandten benahmen sich ein bisschen besser. Solche Anekdoten finden sich immer wieder in der Kirchenbüchern und vermitteln ein lebhaftes Bild des kirchlichen Alltags in Regensburg. Dazu die Integration der Glaubensflüchtlinge, die in Regensburg Zuflucht suchten und fanden, die verheerenden Pestepidemien, die Kontroversen um die Einführung eines neuen Gesangbuches als Ausdruck der theologischen Gegensätze zwischen Pietisten und Rationalisten, immer wieder das konfessionelle Miteinander in der Stadt, und ausführlich und - eindrucksvoll belegt mit einem Gemeindebrief und einer Kanzelabkündigung von 1939 - die Regensburger evangelische Kirche im Nationalsozialismus. Mit einem kurzen Überblick über die Entwicklungen nach 1945 bis heute endet die evangelische Kirchengeschichte der Stadt.
Das Büchlein ist in der Reihe "Regensburger kleine Beiträge zur Heimatgeschichte", Heft 9 erschienen und im Pfarramt, Pfarrergasse 5, für 8,80 Euro erhältlich.

2. April: Amtseinführung der neuen Studierendenpfarrerin Dr. Gabriele Kainz

Foto: Anabel Preß

Dr. Gabriele Kainz ist die neue Studierendenpfarrerin der Evangelischen Studentengemeinde Regensburg. Als Nachfolgerin von Pfarrer Ernst Reichold, der in Ruhestand gegangen ist, zeichnet sie zusammen mit Pfarrer Friedrich Hohenberger für Programm und Aktivitäten der ESG verantwortlich und ist für Gespräche und Beratung der Studierenden da. Sie wird in der Neupfarrkirche, der Universitätskirche der Stadt, Gottesdienste halten und gehört dem Kirchenvorstand der Gemeinde an. Dr. Gabriele Kainz ist in Lappersdorf aufgewachsen, hat an der Universität München studiert und wurde dort auch mit einer Arbeit zu Franz Marc promoviert. Zuletzt war sie Pfarrerin in St. Lukas in München. Im Pfarrgarten fanden sich im Anschluss an die Amtseinführung durch Dekan Eckhard Herrmann Pfarrer-Kolleginnen und Kollegen, Vertreterinnen und Vertreter des Kirchenvorstands und der ESG zum Gruppenbild mit Dr. Gabriele Kainz (rechts neben dem Dekan) ein.

Neubau der Synagoge: Eine begleitende Ausstellung in der Neupfarrkirche

Am Brixener Hof baut die Jüdische Gemeinde eine neue Synagoge und ein Gemeindezentrum. Eine Ausstellung zum Neubau, sowie  zum jüdischen Gemeindeleben und zu jüdischen Orten in Regensburg ist bis Februar 2019 in der Neupfarrkirche zu sehen. Mit der laufend aktualisierten Ausstellung soll die Öffentlichkeit über die Planungen und den Baufortschritt der Synagoge unterrichtet werden. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Regensburg ist eng mit dem Neupfarrplatz verbunden, auf dem bis zur Vertreibung der Juden 1519 das jüdische Viertel und die Synagoge standen. Im Gedenkjahr 2019 soll der Neubau der Synagoge eingeweiht werden. Zum Ort der Ausstellung erklärte Ilse Danziger, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, sie sei dankbar für das Zeichen der Gemeinschaft, das sich darin zeige. Die Kirchengemeinde ihrerseits, so Pfarrer Thomas Koschnitzke, möchte mit ihrem Engagement an ihre spezielle Beziehung zur Jüdischen Gemeinde erinnern - gerade in Zeiten eines neuen Antisemitismus.  

Fotos: Stadt Regensburg Effenhauser 

Festliche Wiedereinweihung unserer Orgel

"Herr Gott, wir danken dir mit Orgeln und Trompeten...": Eine große Festgemeinde feierte am 25.09. die Wiedereinweihung der Orgel in der Neupfarrkirche. Kurz nach Ostern hatten Mitarbeiter der Orgelbaufirma Utz mit der umfangreichen, überfälligen Instandsetzung begonnen. Immer mehr gravierende Schäden wurden dabei sichtbar, so dass die Orgelsanierung länger dauerte und auch teuerer wurde als vorgesehen. Das Instrument ist jetzt von Grund auf erneuert; u.a. hat sie auch ein neues Register bekommen. Die Gemeinde feierte die Leistung der Orgelbauer mit großem Applaus. Eine Benefizkonzert mit Kirchenmusikdirektor Roman Emilius am Nachmittag rundete die Feierlichkeiten ab. Das dritte Benefizkonzert, das ebenfalls wieder den Farbenreichtum der Orgel darstellen wird, folgt am 18. Oktober um 19 Uhr. Dann stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Max Reger, Johannes Brahms und Eberhard Kraus auf dem Programm. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern für die Mithilfe beim Finanzieren der Orgelsanierung - und wir sammeln weiter; denn noch fehlen uns rund 10 000 Euro.  Spenden sind also nach wie vor hochwillkommen: Volksbank Regensburg eG IBAN: DE85 7509 0000 0000 0794 48 | Kennwort: Orgelsanierung

Strahlende Gesichter auf der Orgelempore der Neupfarrkirche nach dem Festgottesdienst zur Wiedereinweihung der Orgel: Drei Orgelbauer und ein Organist: Christian Schrembs, Andreas Utz, Kirchenmusikdirektor Roman Emilius und Markus Bäumler:

Foto: Eckhard Herrmann  

Gedenktafel enthüllt

Hier werden Sie Zeugen, wie am Sockel der Neupfarrkirche eine Gedenktafel enthüllt wird. Der Text lautet: "Zur Erinnerung an die evangelischen Christen, die auf der Flucht vor der Verfolgung vom 16. bis zum 18. Jahrhundert in der evangelischen Reichsstadt Regensburg Zuflucht gefunden haben." Zu der kleinen Zeremonie am 28. April waren OB Schaidinger, Kulturreferent Unger, Karl Beck, der Initiator der Tafel, und in Vertretung der Gemeinde Frau Freudenberg, Frau Stork und Herr Berghoff gekommen. Regionalbischof Weiß vertrat Dekan Herrmann. 

Fair & Nachhaltig

In einem Heft der Landessynode werden die Kirchengemeinden aufgefordert, sich bei Anschaffungen der Gemeinde nach den Kriterien von "fair& nachhaltig" zu richten. Dieses Plädoyer hat der Kirchenvorstand im Mai zur Grundlage seines Beschlusses: Die Kirchengemeinde wird sich in Zukunft von den Grundsätzen nachhaltigen Handelns leiten lassen und beim Einkauf auf umweltfreundliche, regionale und fair gehandelte Produkte setzen.Die Umstellungen erfolgen peu à peu.